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Ihr macht uns NACKT!

Unter dem Hashtag #ihrmachtunsnackt läuft gerade eine Kampagne auf Insta, die auf die Not der vielen Kleinunternehmer aufmerksam machen soll, die noch immer auf die Auszahlung der versprochenen Wirtschaftshilfen warten. Wir finden diese Aktion super, und machen daher mit.

ihr macht uns NACKT
Foto: Markus Edgar Ruf

Eine Aktion für alle

Super, weil sie wahrgenommen wird. Denn unsere Branche fällt mit ihren vielen Tattoos auf, wenn wir blankziehen. Uns ist dabei auch wichtig, dass die Aktion auf die Not aller Kleinunternehmer aufmerksam macht, denn wir sind nicht allein davon betroffen. Viele schauen vielleicht neidvoll auf die Friseure, doch uns ist klar, dass die Öffnung mit Auflagen (z.B. nur jeder zweite Stuhl besetzt) deren wirtschaftliche Situation nicht unbedingt verbessert.

Politik hat geschlafen

Um so wichtiger, dass die seit langem versprochenen Hilfen nun endlich auch kommen! Seit Frühjahr 2020 war absehbar, dass es eine zweite Infektionswelle geben wird. Dass man erst im November begonnen hat, die technischen Plattformen für die Wirtschaftshilfen zu schaffen, ist ein massives Versäumnis der Politik.

Soforthilfe mit Kleingedrucktem

Zeitgleich beginnt die Landesbank, die Soforthilfen aus dem Frühjahr zurückzufordern. Die Argumentation: Der Liquiditätsengpass wird auf drei Monate berechnet, beginnend mit der Antragstellung (NICHT dem Beginn des Lockdowns!). Der Umsatz NACH dem 11 Mai fließt daher voll mit ein.

Viele saufen ab

Herr Altmaier meinte zu Beginn der Pandemie: „Wir lassen niemanden im Regen stehen!“ Dabei saufen viele bereits ab. Wenn wir die Soforthilfe wie gefordert zurückzahlen müssen, dann decken die staatlichen Hilfen, wenn sie denn mal kommen, über den gesamten Lockdown (bereits knapp 6 Monate) nicht einmal unsere Betriebskosten ab. Zum Leben bleibt da nichts.

Viele müssen Kredite aufnehmen, um zu überleben, wir bei unseren Familien. Doch diese Kredite müssen auch zurückbezahlt werden. Wir persönlich können durchhalten, doch die Folgen der Pandemie werden wir noch Ende nächsten Jahres spüren.

Die Kleinen sind die Basis

Es ist erschreckend, wie schnell Milliardenbeträge für Konzerne wie Lufthansa oder TUI fließen, die anschließend gleich einmal tausende von Stellen abbauen, und wie wenig man sich um die wirkliche Basis kümmert.

Wir würden uns freuen, wenn ihr mithelft, dieses Thema in die Breite zu tragen. Damit im Sommer, wenn hoffentlich wieder alles öffnen darf, nicht trotzdem die Hälfte der Geschäfte geschlossen bleibt, wegen Insolvenz.

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